ÖKO-UMFRAGE


2007 organisierte Ecover eine groß angelegte Untersuchung über Werte, Auffassungen und Verhalten zum Thema Ökologie und Nachhaltigkeit.

Gleich 22.040 Europäer gaben ihre Stimmen ab und lieferten so ein klares Bild des „bewussten Verbrauchers“ und darüber, was sie unruhig schlafen lässt.

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Wer hat teilgenommen?
Die Umfrage wurde auf Ecover-Verpackungen, in der Werbung und über einen Online-Aufruf angekündigt. Unter den Teilnehmern der Untersuchung befanden sich deshalb auch viele Ecover-Verbraucher, so dass wir ein klares Bild des umweltbewussten Verbrauchers erhalten.


Wer ist verantwortlich?

Ökologie ist im Auftrieb. Begriffe wie „Nachhaltigkeit“ und „ökologischer Fußabdruck“ scheinen sich allmählich eingebürgert zu haben, und ganz langsam wächst in der breiten Öffentlichkeit die Erkenntnis, dass „etwas passieren muss“.
Fast alle Befragten finden, dass jede einzelne Person etwas zu einer gesunden Umwelt beitragen kann. Aber auch der Staat muss seine Rolle mit größerer Überzeugung spielen, so meinen 88% der Befragten, auch dann, wenn die erforderlichen ökologischen Maßnahmen unbeliebt sind. Auf die Kernfrage „Wer trägt die Verantwortung für die Umwelt“ nennen 70% die Unternehmenswelt als größten Übeltäter. Unternehmen achten im Allgemeinen viel zu wenig auf ökologische und soziale Aspekte, so sagt man.


Luft & Wasser

Keinem der Befragten ist die Öko-Problematik gleichgültig. 68% machen sich große Sorgen um die Umwelt.
Am meisten ist man über die Qualität von Luft und Wasser bekümmert - 97% sind darüber besorgt bis sehr besorgt.
Auch über den Klimawandel, den tropischen Regenwald und gefährliche Chemikalien sind mehr als 90% der Befragten beunruhigt.
Überraschend in diesem Zusammenhang ist, dass die „heißen Themen" wie Kernenergie und genetisch manipulierte Pflanzen weniger Sorgen bereiten. Aber auch das ist relativ: Eine große Mehrheit ist noch darüber besorgt.


Von Worten zu Taten?

Alle Untersuchungsteilnehmer sind also mehr oder weniger umweltbewusst. Dies äußert sich nicht nur in ihren Ideen, sondern auch in ihrem Verhalten. Manche gehen sehr weit, andere sind weniger besorgt, die größte Gruppe jedoch kann als „gemäßigt grün" beschrieben werden. Anders ausgedrückt: Manche machen sich sehr viel Mühe, in ihrem täglichen Leben nach nachhaltigen Alternativen zu suchen, andere sind in ihrem ökologischen Engagement etwas weniger tatkräftig.
           
Recycling
Fast alle bewussten Verbraucher nehmen im größeren oder kleineren Umfang am Recycling teil. Das Sortieren und Recyceln von Abfall scheint sich vollständig eingebürgert zu haben - 95% machen es regelmäßig oder immer - und auch die wieder verwendbare Einkaufstasche ist sehr beliebt. Andererseits kaufen nur 29% regelmäßig in Second Hand-Läden ein.

Bewusst konsumieren
Bewusst konsumieren scheint im Allgemeinen weniger selbstverständlich zu sein als das Recycling. Das Nachdenken über die Umweltauswirkungen bestimmter Produkte ist für 68% der Befragten noch keine so große Aufgabe, das alternative Suchen nach Produkten mit zu viel Verpackung ist einfacher. Darüber hinaus kaufen nur 38% regelmäßig oder immer in einem Naturkostladen ein.

Energie sparen
82% der Befragten lassen ihre Geräte nicht im Bereitschaftsmodus, sondern schalten sie immer oder regelmäßig aus. Auch die Verwendung von Energiesparleuchten wird mit 74% immer gebräuchlicher. Angesichts der hohen Kosten überrascht es nicht, dass nur 12% der Befragten regelmäßig oder immer alternative Energiequellen wie Sonnen- oder Windenergie verwenden.

Verwendung nachhaltiger Produkte
Eine Reihe von nachhaltigen Produkten hat sich gut eingebürgert. Natürlich schneiden ökologische Wasch- und Reinigungsmittel in einer Ecover-Untersuchung gut ab, aber auch Recycling-Papier ist beliebt. Fair Trade-Produkte und Bionahrung haben nicht ganz so gute Ergebnisse: 55% kaufen sie regelmäßig oder immer. Ethische Kleidung und nachhaltige Wertpapiere (z.B. ethische Anlagefonds) sind der größere Mehrheit bisher noch unbekannt.


Die Top 10 der üblichsten ökologischen Handlungen

Der Prozentsatz in der rechten Spalte gibt die Anzahl der Menschen aus der Stichprobe an, die eine bestimmte Handlung immer oder regelmäßig ausführen.

  1. Abfall sortieren 95%
  2. Mit einer wieder verwendbaren Tasche einkaufen gehen 90%
  3. Elektrische Geräte ganz ausschalten 82%
  4. Ökologische Wasch- und Reinigungsmittel verwenden 77%
  5. Energiesparleuchten verwenden 74%
  6. Recyclingpapier verwenden 71%
  7. Die Herkunft und Zusammensetzung von Produkten überprüfen 68%
  8. Alte Sachen reparieren (lassen), bevor neue gekauft werden 58%
  9. Bio-Lebensmittel kaufen 57% 10. Fair Trade-Produkte verwenden / alternative Produkte mit weniger Verpackung suchen (gleichwertig) 55%

Folgende Aktivitäten erreichten die Top 10 nicht (in abnehmender Reihenfolge ihrer Beliebtheit): im Naturkostladen einkaufen, in einen Secondhand-Shop gehen, ethische Kleidung tragen, nachhaltig sparen und alternative Energien verwenden.


Echt oder Schwindel?

Die Verwendung von nachhaltigen Produkten ist abhängig von einer Reihe von Faktoren.


Wie bestimmen Verbraucher, ob Sie es mit einer echten oder einer falschen nachhaltigen Marke zu tun haben?

Dieser Unterschied ist nicht so einfach zu bestimmen. In jedem Fall stützt man sich nicht ausschließlich auf die Informationen auf Labels und Etiketten. Damit eine Marke glaubhaft ist, muss sie über die gesamte Produktlinie hinweg nachhaltig sein, so meint die Mehrheit der Befragten. Anders ausgedrückt: Eine traditionelle Marke, die zwischen ihren üblichen Produkten eine „Öko-Produktlinie“ anbietet, wird nicht als nachhaltig empfunden.


Wünschen Sie weitere Informationen über die Untersuchung oder über Ecover?

Download der Ergebnisse der Öko-Umfrage als PDF.



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